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Starke Azubi-Beteiligung bei E.ON Warnstreiks

Jugend Hannover-Heide-Weser

Starke Azubi-Beteiligung bei E.ON Warnstreiks

Am gestrigen Dienstag, den 27. Februar, nahmen rund 350 Beschäftigte des E.ON Konzerns an Warnstreiks in Hannover teil, darunter auch zahlreiche Azubis der Avacon aus Laatzen, Lüneburg und Niendorf. Es ging in die dritte Verhandlungsrunde für einen neuen Tarifabschluss zwischen E.ON und der Gewerkschaft ver.di. Das bisherige Angebot der Arbeitgeberseite von 2,1 % Lohnerhöhung über 18 Monate ist den Gewerkschaftern zu wenig, sie fordern 6%. Für die Azubis hat der Arbeitgeber bisher 40 € mehr geboten.

„Dieses sogenannte Angebot ist unzumutbar. Beschäftigte und Auszubildende werden einen Reallohnverlust nicht akzeptieren“, sagte der zuständige ver.di-Bundestarifsekretär Stefan Najda. „Wenn die Arbeitgebervertreter ihre Haltung nicht verändern, provozieren sie das Scheitern der Verhandlungen!“

Erstmals seit Jahren haben in dieser Tarifrunde auch die Auszubildenden eigene Forderungen aufgestellt, nämlich eine Erhöhung der Ausbildungsvergütung um 175 € und eine unbefristete Übernahme. Dazu erläutert Hendrik Hartzmann, Vorsitzender der Jugend- und Auszubildendenvertretung (JAV) der Avacon Lüneburg und stellevertretender Vorsitzender der E.ON Konzern JAV:

„Für Außenstehende scheint die derzeitige Azubivergütung von 854 € im ersten Lehrjahr ausreichend zu sein. Aber im Vergleich zu regionalen Konkurrenzunternehmen haben wir das Nachsehen. Doch noch wichtiger ist es den ausgelernten Azubis eine Zukunft zu geben. Dies geht nur mit einer unbefristeten Übernahme nach erfolgreich abgeschlossener Ausbildung.“